Gibt es überhaupt ein Quality Management bei Giants?

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modelleicher
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Re: Gibt es überhaupt ein Quality Management bei Giants?

Post by modelleicher » Mon Oct 31, 2016 10:08 am

Da er auch Giants als Scriptkiddies bezeichnet hat hat er offenbar eine völlig andere Ansicht des Wortes Scriptkiddies als der Rest der Welt.. ;)
Eine Stunde oder Minute ist nur ein winziger Teil unseres gesamten Lebens. Und dennoch sind es die einzelnen Momente, die das Leben lebenswert machen.

DocDesastro
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Re: Gibt es überhaupt ein Quality Management bei Giants?

Post by DocDesastro » Mon Oct 31, 2016 11:32 am

Also wäre ich paranoid und Verschwörungstheoretiker, würde ich mutmaßen, dass nach VÖ scharenweise Leute ins Forum strömen, die sich zum Ziel gesetzt haben, das Spiel für alle anderen schlechtzureden - aus welchem Grund auch immer... Anhänger bestimmter Youtube V.I.P.s die keine Preview-Version bekommen haben und wahrscheinlich auch ein paar Enttäuschte, die von Anfang an was total fehlerfreies erwartet haben. Flamen und haten ist, was gerade passiert.
Ich glaube allerdings, die Mehrheit der User hat ein dickes Fell und meldet sauber und pflichtbewusst jeden Bug, der irgendwo auftritt. Ja, der Fred hat mittlerweile 30 Seiten und bei den Mods würde ich mir auch etwas Dokumentation und Feedback zum Update-Zustand der Mods wünschen, aber die Fixes sind in der Mache. Man sollte nicht vergessen, dass einige der Bugs an den neu eingeführten Features hängen - Kinderkrankheiten sozusagen. Dafür bekommen wir all jene Dinge schon im Grundspiel, die wir uns damals zurechtgemoddet haben.
Wir holten uns Multifruit für mehr Abwechslung auf dem Feld - tada: wir bekommen nun Sonnenblumen und Soja dazu (Hafer wäre auch toll gewesen ;)
Wir holten uns platzierbare Haufen - nun kannste überall abkippen
Wir holten uns den Soil Mod für mehr Spieltiefe - nun macht Pflügen und düngen auf einmal Sinn und Feldarbeit ist endlich das was sie ist - ARBEIT.
Wir holten uns Crop Destruction - bitte sehr, KOSTENLOSER offizieller Mod (gut, bis der komplett rund läuft braucht es noch was - wie weit sind die eigentlich damit?!)
Wir haben die DLCs für 15 gekauft - den Wechsel zu 17 muss ich nicht bereuen. Nahezu alle Fahrzeuge da und wenn ich die beim 15er nicht geholt habe kriege ich die trotzdem.
Es wurden Schweine als neues Produkt für 15 gemoddet - heute sind sie von vorneweg dabei.

Wenn ich was auszusetzen hätte, dann höchstens die Karten. Die Sosnovska ist cool. Ich habe in 15 die Bjornholm geliebt - mit Ami-Karten kann ich mich nicht so recht identifizieren. Was Mitteleuropäisches wäre cool gewesen - Geschmackssache halt. Ich bin fasziniert von der Markenvielfalt bei Schleppern und Geräten.
Der Modhub sollte bei den Mods mehr Beschreibungen haben, z.B. Changelogs, welche Features, wie benutzt man es usw.

Was die Bugs betrifft: naja, so wie ich das sehe, kann man das wie folgt betrachten:
a) neues Feature hat Kinderkrankheiten (Spanngurte, Bäume (nicht mehr 6-eckig, sondern rund), Reibung, Silageschilde/Silo)
b) neue Modelle (Irgendwo fehlt ne Schraube, Schrift falsch rum, Tacho falsch, tech. Daten inkorrekt)
c) 'echte' Bugs, die das Spiel unspielbar machen und eines Hotfixes bedürfen (CtDs, corrupted saves, Grafikfehler wie unsichtbare Schlepper) - und von denen scheint es nicht wirklich viele zu geben! Das sollte man nicht unter den Tisch kehren.

Ich denke, es war der richtige Schritt, nicht den 15er weiterzuentwickeln - schon aus Marketing-Gründen nicht, denn der unbedachte Neukunde wird 2017 oder 2018 nicht mehr ein Produkt haben wollen, wo 2015 draufsteht - egal wie gut es ist. Und die 15er Engine wird ihre Grenzen haben, was Neueinbauten betrifft. Nun kann man die Features einbauen, die die Modding-Community geschaffen hat und die quasi zur "Normalaustattung" für die meisten User geworden sind. Ist auch besser so für MP, da man nun nicht ellenlange Listen von Mods abgleichen muss, will man miteinander spielen.

Es sind viele Bugs da, ja aber ich würde mich verwehren, dass GIANTS kein QM hat. Seid mal realistisch: Arbeitszeit kostet Geld und lass mal 5 Leute 2 Monate nach Bugs suchen. Durchschnittlich verdient ein Softwareentwickler bei Vollzeit, wenn meine Quellen stimmen ca. 6500 schweizer Franken im Monat - das sind dann 65000 CHF für 5 Leute, die Bugs suchen und überlege Dir:

a) wie viele Spiele müsstest Du mehr verkaufen, um deren Lohn zu zahlen?
b) was glaubst Du, können 5 Mann/Frau mit begrenzter Zeit alles finden - und kann noch in der Entwicklungszeit bzw. pre-Release gefixt werden? Stell Dir vor, 5 Mann müssten mit einem Teesieb eine Tonne Sand nach kleinen Steinchen durchsieben. Hast Du ne Ahnung, wie lange die 5 wohl brauchen würden? Jetzt ist das Spiel draussen und auf einmal sieben 20.000+ User mit - der Haufen ist schneller weg, als Du BGA sagen kannst.

Anstatt hier Emotionen hochkochen zu lassen: lasst das Spiel doch mal 1-2 Wochen in der Schublade, spielt weiter den 15er und wartet die Patches ab. Oder spielt 17 und lebt mit den momentanen Fehlern - die wird es nicht ewig geben.
Last edited by DocDesastro on Mon Oct 31, 2016 2:40 pm, edited 2 times in total.

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Re: Gibt es überhaupt ein Quality Management bei Giants?

Post by Blacky2509 » Mon Oct 31, 2016 11:36 am

*thumbsup* *thumbsup* *thumbsup* Modelleicher und DocDesastro :hi: :hi: :hi: :hi: :hi:
Wer RächtschreibFähler findet darf sie behalten

Nur Hunde können auf mich rumhacken
Warte bis der Mod hier zum DL steht und verzichte solange darauf. Oder wenn Du ihn willst, nerve diejenigen wo Du ihn geladen hast

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Finjas
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Re: Gibt es überhaupt ein Quality Management bei Giants?

Post by Finjas » Mon Oct 31, 2016 6:42 pm

Nach fast einer Woche hält sich der LS17 auf Steam immer noch bei 90% positiven Bewertungen. Die Jungs von Giants haben absolut keine Ahnung wie man ein gutes Spiel auf die Beine stellt! *thumbsdown*

Ach nee, da waren ja noch die 90% positive Bewertungen auf Steam. Vielleicht haben sie ja doch Ahnung ... :confusednew:
Gruß Fin :hi:

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HeinzS
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Re: Gibt es überhaupt ein Quality Management bei Giants?

Post by HeinzS » Mon Oct 31, 2016 8:13 pm

das ist das gleiche wie die Mod Bewertungen bei Mod Hoster. :wink3:

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Old-Farmer
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Re: Gibt es überhaupt ein Quality Management bei Giants?

Post by Old-Farmer » Mon Oct 31, 2016 8:57 pm

DocDesastro wrote:Es sind viele Bugs da, ja aber ich würde mich verwehren, dass GIANTS kein QM hat. Seid mal realistisch: Arbeitszeit kostet Geld und lass mal 5 Leute 2 Monate nach Bugs suchen. Durchschnittlich verdient ein Softwareentwickler bei Vollzeit, wenn meine Quellen stimmen ca. 6500 schweizer Franken im Monat - das sind dann 65000 CHF für 5 Leute, die Bugs suchen und überlege Dir:

a) wie viele Spiele müsstest Du mehr verkaufen, um deren Lohn zu zahlen?
b) was glaubst Du, können 5 Mann/Frau mit begrenzter Zeit alles finden - und kann noch in der Entwicklungszeit bzw. pre-Release gefixt werden? Stell Dir vor, 5 Mann müssten mit einem Teesieb eine Tonne Sand nach kleinen Steinchen durchsieben. Hast Du ne Ahnung, wie lange die 5 wohl brauchen würden? Jetzt ist das Spiel draussen und auf einmal sieben 20.000+ User mit - der Haufen ist schneller weg, als Du BGA sagen kannst.

Anstatt hier Emotionen hochkochen zu lassen: lasst das Spiel doch mal 1-2 Wochen in der Schublade, spielt weiter den 15er und wartet die Patches ab. Oder spielt 17 und lebt mit den momentanen Fehlern - die wird es nicht ewig geben.
Wenn ich diesen Schwachsinn immer lese. Wer ein Produkt verkaufen will muss richtig Kalkulieren, fertig. Was interessieren die kosten die Giants hat??
Warum soll ich mir was kaufen und es dann in der Schublade liegen lassen?? Sinn???
Nicht das ich kein Verständniss dafür hätte das so ein Spiel in der Startphase einige Fehler hat, aber immer dieses hirnlose Gerede über die Finanzen von Giants, und das wir Kunden Verständniss für die finanzielle Situation von Giants haben sollen.
Hast du überhaupt einen Überblick über die Finanzen von Giants, weisst du was die sich leisten können und was nicht?
Noch ne Frage: Kaufst du dir ein Moped und lässt es in der Garage bis der Hersteller Geld für Motoren hat?
Braucht jetzt niemand schreien das ist was anderes, hier gehts umd Geld nicht ums Produkt.

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Farmer Fran
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Re: Gibt es überhaupt ein Quality Management bei Giants?

Post by Farmer Fran » Mon Oct 31, 2016 10:08 pm

Edit: Trollfutter entfernt! :coolnew:
Last edited by Farmer Fran on Mon Nov 07, 2016 11:56 pm, edited 2 times in total.

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Farmer Fran
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Re: Gibt es überhaupt ein Quality Management bei Giants?

Post by Farmer Fran » Mon Oct 31, 2016 10:12 pm

Edit: Trollfutter entfernt! :coolnew:
Last edited by Farmer Fran on Mon Nov 07, 2016 11:55 pm, edited 1 time in total.

DocDesastro
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Re: Gibt es überhaupt ein Quality Management bei Giants?

Post by DocDesastro » Mon Oct 31, 2016 11:27 pm

Old-Farmer wrote:
DocDesastro wrote:Es sind viele Bugs da, ja aber ich würde mich verwehren, dass GIANTS kein QM hat. Seid mal realistisch: Arbeitszeit kostet Geld und lass mal 5 Leute 2 Monate nach Bugs suchen. Durchschnittlich verdient ein Softwareentwickler bei Vollzeit, wenn meine Quellen stimmen ca. 6500 schweizer Franken im Monat - das sind dann 65000 CHF für 5 Leute, die Bugs suchen und überlege Dir:

a) wie viele Spiele müsstest Du mehr verkaufen, um deren Lohn zu zahlen?
b) was glaubst Du, können 5 Mann/Frau mit begrenzter Zeit alles finden - und kann noch in der Entwicklungszeit bzw. pre-Release gefixt werden? Stell Dir vor, 5 Mann müssten mit einem Teesieb eine Tonne Sand nach kleinen Steinchen durchsieben. Hast Du ne Ahnung, wie lange die 5 wohl brauchen würden? Jetzt ist das Spiel draussen und auf einmal sieben 20.000+ User mit - der Haufen ist schneller weg, als Du BGA sagen kannst.

Anstatt hier Emotionen hochkochen zu lassen: lasst das Spiel doch mal 1-2 Wochen in der Schublade, spielt weiter den 15er und wartet die Patches ab. Oder spielt 17 und lebt mit den momentanen Fehlern - die wird es nicht ewig geben.
Wenn ich diesen Schwachsinn immer lese. Wer ein Produkt verkaufen will muss richtig Kalkulieren, fertig. Was interessieren die kosten die Giants hat??
Warum soll ich mir was kaufen und es dann in der Schublade liegen lassen?? Sinn???
Nicht das ich kein Verständniss dafür hätte das so ein Spiel in der Startphase einige Fehler hat, aber immer dieses hirnlose Gerede über die Finanzen von Giants, und das wir Kunden Verständniss für die finanzielle Situation von Giants haben sollen.
Hast du überhaupt einen Überblick über die Finanzen von Giants, weisst du was die sich leisten können und was nicht?
Noch ne Frage: Kaufst du dir ein Moped und lässt es in der Garage bis der Hersteller Geld für Motoren hat?
Braucht jetzt niemand schreien das ist was anderes, hier gehts umd Geld nicht ums Produkt.
Der relevante Punkt war direkt der darunter:
Wie viele Beta-Tester benötigt man, um alle Bugs vor Release zu erkennen? Das die auch noch Geld kosten kommt halt dazu. Keine Ahnung, wie groß das Team ist und wer davon QM macht...steht vielleicht in den Credits, wenn die mal wer liest. Ich sehe halt nur einen Zusammenhang zwischen Manpower und erfolgreich gefundene Bugs. Mit dem Feedback aller User bekommt man die ganz schnell. Mit ner begrenzten Zahl von Leuten schaut man erst mal nach Dingen, die das Spiel wirklich unspielbar machen, d.h. Abstürze, desolate Grafikfehler...eben katastrophales Zeug für das man - zurecht - sein Geld zurückverlangen kann.
Es gibt bestimmt ne optimale Zahl an professionellen Versuchspersonen, die buchstäblich alles findet - aber die befindet sich meiner Meinung nach ausserhalb des Rahmens, die sich ne Softwarefirma für ein Projekt leisten kann - das ist irgendwann ne Frage von Einsatz an Personal und Investition und das, was man an Profit erwartet. Das gilt für Pusemuckels Softwareschmiede wie für Winzigweich's Betriebssysteme. Sicher - nicht unser Problem als Käufer - was geht es uns also an? Naja, wer meckert, kann es ja mal versuchen selbst zu proggen, wenn er ein solches Spiel will. Geht nicht? Dann muss man gucken, was der Markt hergibt. Gibt es momentan gute Alternativen? Denke nicht - also damit leben oder es sein lassen.
Der Rest der Bugs, die gefunden werden kommt über Support-tickets bzw. Forum rein - das ist überall so.

Desweiteren: Software ist kein Moped. Moped ist etablierte Technik. Denk mal an die Zeit zurück, als Mopeds neu auf dem Markt waren, was da alles kaputtging. Guck dir mal alte Autoreifen aus der Zeit um 1900 an - wie viele km die hielten. So alt ist Software nicht - wir sprechen hier von nem neuem Produkt, nicht von ner Technik, die schon 50+ Jahre da und ausgereift ist.

Messen wir Giants lieber daran, wie schnell die das alles fixen.
Und dann habe ich halt 35€ für die Schublade versenkt - na und? Ich habe sogar vorbestellt, also Geld gegeben, noch bevor ich ne Leistung zu erwarten hatte. Ich warte halt mal 1-2 Wochen entspannt ab, anstatt mich aufzuregen - das ist verschwendete Lebenszeit. Das ist ein Spiel - ein Luxusartikel. Die Welt geht nicht für mich unter, wenn ich den nicht sofort nutzen kann.

Zockerherz
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Re: Gibt es überhaupt ein Quality Management bei Giants?

Post by Zockerherz » Mon Oct 31, 2016 11:48 pm

Wer sich hier über Giants für einen schlechten Start beschwert hat noch nie einen Game Release bei EA oder Ubisoft mitgemacht :D Ernsthaft! Und das sind AAA Titel von Geldschweren Publishern.

Ich erinnere mich hier an Gothic 3 damals...das Spiel wurde erst nach gut einem Jahr durch eine große Community Mod spielbar (auch weil es original damals geruckelt hat wie Hölle). Irgendein Assasins Creed Teil hatte massive Grafikbugs teils in Cutszenes wo die Gesichter verschwunden sind.
The Divison hat massive Cheater Probleme...und warum? Weil man in einem Online RPG die Charakter Files LOKAL auf dem Rechner des Nutzers abgelegt hat...unverschlüsselt.

Ich habe bisher 27 Stunden in das Spiel gesteckt und das nur auf einem dedizierten Server. Bis auf die Tatsache der hin und wieder auftauchenden Asynchronitäten zwischen den Spielern was die Wachstumsstufe angeht haben wir bislang keine weiteren Bugs gefunden.

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HeinzS
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Re: Gibt es überhaupt ein Quality Management bei Giants?

Post by HeinzS » Tue Nov 01, 2016 7:43 am

fassen wir zusammen, alle Spiele kommen als Beta oder Pre-Alpha auf den Markt und das ist gut so. :lol:

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rasilo
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Re: Gibt es überhaupt ein Quality Management bei Giants?

Post by rasilo » Tue Nov 01, 2016 8:43 am

DocDesastro wrote: Wie viele Beta-Tester benötigt man, um alle Bugs vor Release zu erkennen? Das die auch noch Geld kosten kommt halt dazu.
Zwei Punkte hierzu, auf die ich eingehen will:

1. Niemand redet davon, alle Bugs vor dem Release zu erkennen. Das ist auch ein ziemlich utopisches Ziel. Der Bugsammelthread ist zwar voll, aber viele der Bugs sind eher Kleinkram. Die stören zwar ein bisschen, sind spielerisch aber nicht so relevant. Es geht hier viel mehr darin, grobe Fehler und Ungereimtheiten zu erkennen und vor dem Release zu entfernen. Beispiele dir mir hier einfallen:

- Silagesilos nur einmal benutzbar, danach wegen Silage in der Wand nicht mehr
- Häckselgut gleichmäßig mit gerade Oberfläche verteilen ein Krampf, das Verdichten dauert ewig
- Bäume fallen durch den Boden, wenn sie nicht waagerecht abgesägt werden
- Fahrzeuge beschleunigen durch die Bank ruckhaft im niedrigen Geschwindigkeitsbereich
- Missionen sind hoffnungslos überbezahlt in Relation zum sonstigen Balancing
- Gras funktioniert als Subsitution von Heu bei der TMR-Herstellung, was zum einen Heu sinnlos macht, zum anderen so auch (abseits des Shopicons) nirgendwo steht
- Förderbänder befüllen zwar Kipper und die BGA, nicht aber Miststreuer, Saatgutmaschinen oder Düngerstreuer; die ÜLW funktionieren dafür eher sporadisch mal.

Das sind alles keine Fehler, die sonderlich schwer zu finden und ein systematisches, von Fachleuten durchgeführtes Bugtesting erfordern. Mir als normalem Spieler sind diese Sache beim ersten Nutzen der entsprechenden Funktionalitäten aufgefallen.
Giants hat sicherlich ihre Features getestet, aber ich Zweifel ein bisschen daran, dass ein genereller Playtest durchgeführt wurde, der einfach mal das Zusammenspiel aller Features testet. Mir kann nämlich niemand erzählen, dass dabei niemandem die Unbenutzbarkeit der Silagesilos oder das kaputte Beschleunigungsverhalten aufgefallen wäre.

2. Betatester kosten in der Regel kein Geld. Man kann dazu Bekannte und Verwandte heranziehen oder auch ein paar im Forum bekannte Gesichter, die gerne freiwillig und unendgeltlich eine Runde Beta Testen.
Alleine 10 Betatester hätten locker ausgereicht, um die ganzen wirklich spielbeeinflussenden Fehler zu finden.
Ich kann ohne Zweifel behaupten, dass ich die oben genannte Fehler allerspätestens nach 2 Tagen Testen gefunden hätte - das habe ich nämlich auch so. Hätte also einfach ich alleine 2 Wochen lang einen Betatest durchgeführt, hätten wir die ganzen spielerisch relevanten groben Probleme nicht.


Es ist also nichts wirklich Aufwändigeres oder Teures, wovon wir hier reden. 10 freiwillige Betatester und wir hätten jetzt nur noch die kleinen Bugs übrig, aber keine unzähligen kaputten Grundfunktionalitäten.

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HeinzS
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Re: Gibt es überhaupt ein Quality Management bei Giants?

Post by HeinzS » Tue Nov 01, 2016 9:00 am

rasilo wrote: 2. Betatester kosten in der Regel kein Geld. Man kann dazu Bekannte und Verwandte heranziehen oder auch ein paar im Forum bekannte Gesichter, die gerne freiwillig und unendgeltlich eine Runde Beta Testen.
oder wenn der Lohn nur ein kostenloser LS17 gewesen wäre. :wink3:

LSModding
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Re: Gibt es überhaupt ein Quality Management bei Giants?

Post by LSModding » Tue Nov 01, 2016 9:50 am

Warum das haten? Wo er Recht hat, hat er halt Recht.

Das QM hat hier wirklich kläglich versagt. Wenn man eine neue Funktion einbaut (hier mal ganz speziell die Silagesilos), dann sollte man sie auch dementsprechend austesten, das ist hier offensichtlich nicht geschehen. Auch die Menge an Bugreports im Bug-Sammel-Thread zeigt schon, dass Giants nicht wirklich Zeit in irgendwelche Tests reingesteckt hat. Hier geht es nicht um Fehler die man nicht findet, weil man keine Zeit hat, sämtliche Kombinationen zu testen. Hier geht es um sehr offensichtliche Fehler, die einem direkt ins Auge springen und um Fehler die nicht gefunden wurden, obwohl die Tests hierfür eine hohe Priorität hätten haben sollen.

Aber ich kenne Giants nun auch eine gewisse Zeit, und ich weiß, dass die Probleme nun nach und nach gelöst werden. Das ist zumindest ein positiver Aspekt. Es ist nur Schade, dass erstmal so eine Unruhe bei einem neuen Release aufkommt und die Spieler auf die Barrikaden gehen müssen. Mit einem halbwegs vernünftigen QM könnte man das beiden Seiten ersparen.

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DocDesastro
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Re: Gibt es überhaupt ein Quality Management bei Giants?

Post by DocDesastro » Tue Nov 01, 2016 10:53 am

rasilo wrote:
DocDesastro wrote:
2. Betatester kosten in der Regel kein Geld. Man kann dazu Bekannte und Verwandte heranziehen oder auch ein paar im Forum bekannte Gesichter, die gerne freiwillig und unendgeltlich eine Runde Beta Testen.
Alleine 10 Betatester hätten locker ausgereicht, um die ganzen wirklich spielbeeinflussenden Fehler zu finden.
Ich kann ohne Zweifel behaupten, dass ich die oben genannte Fehler allerspätestens nach 2 Tagen Testen gefunden hätte - das habe ich nämlich auch so. Hätte also einfach ich alleine 2 Wochen lang einen Betatest durchgeführt, hätten wir die ganzen spielerisch relevanten groben Probleme nicht.
Verzeihung, falsche Bezeichnung der Personen meinerseits. Ich meine von GIANTS bezahlte Mitarbeiter, die im QM arbeiten und das Spiel EBENFALLS in der Betaphase testen. Ich wollte lediglich zur Debatte stellen, was IN der Firma von den ordentlichen Mitarbeitern geleistet werden kann.
Stimmt ja, der Trend ist es ja heute, das HiWis kostenlos machen zu lassen...
Was mich zur Frage bringt: hättest Du das Spiel im voraus kostenlos gekriegt, um Bugs freiwillig zu finden - so das überhaupt willst - würdest Du Dich hier nicht beschweren?!
Und wer sagt, dass Deine 10 Beta-Tester automatisch einen guten Job machen?
Man erträgt ja so einiges, wenn es nix gekostet hat...

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