Mähdrescher New Holland CR10.90 Revelation

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BlackSignZ
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Re: Mähdrescher New Holland CR10.90 Revelation

Post by BlackSignZ » Sat Aug 17, 2019 6:10 pm

Das entfernen der Stoppel ist aber kontraproduktiv in Bezug auf die Humusbildung im Boden. Es ist auch sinnvoll, nicht benötigtes Stroh beim dreschen zu häckseln und beim Stoppelbruch mit einzuarbeiten und die Humusbildung zu fördern.

Haagele
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Re: Mähdrescher New Holland CR10.90 Revelation

Post by Haagele » Sat Aug 17, 2019 6:52 pm

Es gab schon mal eine Tribine im LS, allerdings nur von den Tribineentwicklern und nie für die Allgemeinheit. Das müsste so Ls09 oder Ls11 gewesen sein. Gab ein Youtubevideo dazu.

DocDesastro
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Re: Mähdrescher New Holland CR10.90 Revelation

Post by DocDesastro » Sun Aug 18, 2019 10:20 am

@O Baude:
Deine Vorschläge werden wahrscheinlich an einer Vielzahl von Gründen scheitern. Ein Hänger mit Biomasse ist ebenfalls Gewicht, was gezogen werden muss. Mit passender Dreckabscheidung sogar teuer und energieintensiver, da das Gerät über den Schlepper mitbetrieben werden muss. Ein gezogenes Kabel hätte den Nachteil, a: teuer zu sein und b) zuviel zu wiegen, da es ja die Amperezahl aushalten muss, die bei nem 400PS Gerät benötigt wird. Das sind keine dünnen Kabel wie beim Küchenquirl. Guck Dir mal auf ner Kirmes die dicken Drehstromkabel an, die vom Karussel zur lokalen 10kV-Versorgung gehen. Davon bräuchtest Du kilometerweise und das wiegt auch was.

Es gäbe eine Möglichkeit, aber kein Landwirt würde das aufgrund der Initialkosten machen. Das Schlüsselwort heißt hier controlled traffic farming. Wenn der Schlepper imemr nur die gleiche Bahn fährt, Jahr für Jahr, dann könnte man eine Stromleitung unter die Fahrspur legen und der Schlepper würde induktiv versorgt werden. Aber welcher Landwirt verwandelt seinen Acker in eine Einschienenbahn? Klar, die Farm der Zukunft hätte wohl sowas und gleichzeitig auch Wind- und Solarkraft, um das anzutreiben oder den Strom zu verkaufen, wenn er nicht benötigt wird. Das ist allerdings nur eine Studie - nichts, womit man bei der heutigen Preislage wirtschaften kann.

Ich frage mich sowieso, ob da irgendwo auch mal eine Trendwende einsetzt. Schlepper und Drescher sind ja mittlerweile halbe UFOs. Ob sich wohl sowas wie der 'Dacia' für die Landwirtschaft durchsetzen wird? Nur Basisfunktionen, dafür solide, leicht zu warten und kostet nur 50% oder 33% des modernen Zeugs von Claas, JD und Co.?

Kallenbach
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Re: Mähdrescher New Holland CR10.90 Revelation

Post by Kallenbach » Sun Aug 18, 2019 11:10 am

Die Entwicklung von der Stationär eingesetzten Dreschmaschine hin zum fahrenden Mähdrescher wird weiter gehen, die Frage wird nur sein wohin. Der Direktdrusch auf dem Feld, egal ob ob vom Schwad oder dem stehenden Getreide gedroschen wird, es geht heute mehr denn je darum das Korn so trocken wie möglich vom Halm zu schneiden damit nachfolgende teure Arbeitsgänge wie nachtrocknen nicht notwendig sind und das Korn auch länger gelagert werden kann, auch ist es beim Verkauf wichtig eine gute Trockenmasse zu haben weil Wasser im Korn Gewinneinbußen bedeutet.

Auch die Zentralisierung der Erntetechnik in Lohnunternehmen oder Maschinenringen macht Sinn weil die Maschinen immer mehr Technik haben die auch gewartet und repariert werden muss. Aber es gibt immer noch die Maschinen die seit Jahren sich auf den Feldern bewähren weil sie leicht zu warten sind und immer noch den Feldeinsatz leisten können. Sie werden nur weniger weil die Ersatzteile weniger werden.
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Luna 84
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Re: Mähdrescher New Holland CR10.90 Revelation

Post by Luna 84 » Mon Aug 19, 2019 1:59 pm

naja also ehrlich ich finde acuh das der hier fehl am platz ist

O Baude
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Re: Mähdrescher New Holland CR10.90 Revelation

Post by O Baude » Mon Aug 19, 2019 5:53 pm

Zu den Mähdreschern habe ich noch eine weitere Idee, die ich so auch noch nicht gesehen habe, was aber nicht heisst, dass es diese nicht bereits geben wird?
Diese Idee ist es, weil Mähdrescher so gross sind, und eine solch grosse Seitenfläche bieten, wie fast kein anderes Fahrzeug, dass diese Seitenflächen, anstatt Einheitlich in einer Farbe lackiert, dazu verwendet werden, um Werbung für irgenwelche Firmen, die daran interessiert sind, zu bieten. Dabei gehe ich davon aus, dass der Preis pro Quadratmeter Werbefläche Verhandlungssache zwischen Mähdrescher Besitzer und Werbefirma ist.
Hat von Euch schon jemals einmal Werbung auf einer Seitenwand eines Mähdrescher gesehen, die nicht direkt mit dem Besitzer zu tun hat?

juf.de
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Re: Mähdrescher New Holland CR10.90 Revelation

Post by juf.de » Mon Aug 19, 2019 6:05 pm

Mähdrescher sind entweder in einer Halle oder im Feld, da kann man sicher Werbung draufpacken, nur sehen wird die kaum einer. Sinnvoller wäre Werbung am Heck für die paar Kilometer, wo sie über die Landstraßen kriechen und den Verkehr ausbremsen, aber dort ist dank Häcksler/Verteiler ja kaum Platz.
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O Baude
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Re: Mähdrescher New Holland CR10.90 Revelation

Post by O Baude » Mon Aug 19, 2019 6:07 pm

Für eine Korntrocknungsanlage im Mähdrescher sehe ich eigentlich nur ein Platz, der dafür in Frage kommt, und das ist das Auswurfsrohr.
Dass dafür dann aber viel voluminöser gestalltet werden muss. Und ein internes löchriges Förderband enthalten, auf dem das Korn zu dem Zeitpunkt getrocknet wird, in dem es aus dem Mähdrescher heraus befördert wird. Dafür müssten allerdings die heissen Abgase des Mähdreschers nicht direkt ausgestossen werden, sondern zuerst noch einmal durch einen Wärmetauscher geleitet werden, der dann die angesaugte Luft erhitzt, die zum Trocknen des Korn im Auswurfsrohr dient. Da hierbei wohl die heissen Abgase alleine nicht genügend Energie liefern, müssste auch die ausgestossene Trocknerluft nochmals durch einen Wärmetauscher geleitet werden. Durch diese Konstruktion sehe ich die Möglichkeit, dass das Korn im Korntank dann eine andere Feuchtigkeit aufweist, als das, dass das Auswurfsrohr verlässt.

O Baude
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Re: Mähdrescher New Holland CR10.90 Revelation

Post by O Baude » Mon Aug 19, 2019 6:25 pm

Auch zu der Lagerfähigkeit des geerteten Korns habe ich noch eine Idee. Dies beruhrt darauf, dass das geertete Korn hierbei nicht steril ist, sondern lebende Bakterien daran haften, die schlussendlich dazu führen, dass das gelagerte Korn verdirbt. Oder es könnten auch Pilzsporen sein, die zum Verdreben des Korns im Silo beitragen.
Es könnte eben im Auswurfsrohr ein Stelle geben, die wie oben beschrieben, das Korn erhitzt beim Auswerfen. Dies würde das Korn gleichzeitig pasteurisieren, also kurzzeitig hoch erhitzen, Und damit die Bakterien unschädlich machen. Doch ob dies alleine Genügt, um ein Verderben des Korns im Silo entgegen zu wirken, ist fraglich. Da durch ein Erhitzen des Korns im Auswurfsrohr dieses dadurch erheblich voluminöser zu gestallten ist, wäre dann dadurch dort noch genug Platz, um auch eine weitere Hygieneeinheit darin anzubringen. Und das ist die Anbringung im Auswurfsrohr von starken UV Lampen. Die bei der Wasserversorgung eingesetzt, dort hervorragende Dienste leisten. Warum denn auch nicht in einem Auswurfsrohr eines Mähdreschers?
Theoretisch könnte in solche einem Auswurfsrohr auch eine starke Röntgenquelle installiert werden, die das Korn beim Auswerfen direkt mit solch hohen Dosen Röntgenstrahlen bestrahlt, dass dadurch auch Pilzsporen abgetötet werden. Es müsste einfach darauf geachtet werden, dass diese Röntgenstrahlung keinerlei Gesundheitsbeeiträchtigung für Personen darstellt, indem man die Röntgenstrahlung effizient abschirmt.

Vielleicht könnte man das Korn im Auswurfsrohr ja anstatt es Luft zu trocknen, auch mit der gleichen Technik erhitzen, die in einem Mikrowellenherd verbaut ist. Dass also das Korn mit Hilfe dieser Wellen so weit erhitzt wird, dass die Restfeuchtigkeit aus dem Korn entweicht.

Der grösste Nachteil der Austrocknung im Auswurfsrohr sehe ich aber darin, dass durch diese Technik vielleicht und wahrscheinlich die Keimfähigkeit solch geerntetem Korn abhanden geht. Es also dadurch später nicht als Saatgut eingesetzt werden kann, und nur als Nahrungsmittel dient.
Deshalb sollte auf diese Art geerntetes Korn speziell gekennzeichnet werden, dass es wahrscheinlich nicht Keimfähig ist.
Last edited by O Baude on Mon Aug 19, 2019 7:24 pm, edited 1 time in total.

O Baude
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Re: Mähdrescher New Holland CR10.90 Revelation

Post by O Baude » Mon Aug 19, 2019 6:56 pm

Ja Accus sind vielleicht am Mähdrescher deshalb fehl am Platz, weil hier das falsche Verständnis dafür vorhanden ist. Dabei gehen immer alle davon aus, dass der Accu im Mähdrescher mit transportiert wird, und er solch hohe Kapazitäten hat, dass der Strom für mehrere Felder reicht, und deshalb so schwer wird. Dabei wird aber vergessen, dass gerade bei solchen Feldern immer ein Erntehelfer zur Stelle ist, der ein separates Fahrzeug lenkt. Meine Idee ist es nun, anstatt in den Mähdrescher die grossen schweren Accus zu verbauen, diesem nur ein kleiner leichter mitzugeben. Der so lange hält, bis dass der Korntank des Mähdreschers voll ist. Und der Hauptaccu dafür in dem Fahrzeug mitzunehmen, dass den Mähdrescher im Feld folgt. Und dies auf einem separaten Anhänger, der zusätzlich dafür an den LKW gekoppelt werden kann. Und damit die Bodenbelastung dadurch nicht steigt, auch über Bandlaufwerke verfügt. Damit liesse sich dann ein Accu einsetzen, der zirka 30 - 60 Tonnen wiegt. Und falls der Accu im Mähdrescher dann fast leer ist, kann dieser dann zusätzlich darüber Schnell geladen werden.
Denkbar wäre für mich sogar, dass solch ein Accuanhänger über einen eigenen Elektromotor verfügt, und somit zum Accufahreug wird.
Der Selbstständig dem Fahrzeug folgt, dass in ihm Einprogrammiert ist. Dass solch ein autonomes Accutransportfahrzeug also auch neben einem Traktor auf dem Feld neben her fahren kann, und nicht nur neben einem Mähdrescher. Damit liesse sich dann auch elektrisch Pflügen, Grubbern, Säen oder Düngen, wenn dann der Traktor zusätzlich über einen, vielleicht an der 3 Punkt Aufhängung, Zapfenwelle ankoppelbaren, Elektromotor verfügt.
Ein weiterer Vorteil solch eines Accuanhängers auf Bandlaufwerken ist derjenige, dass die Kapazität so gross ist, dass diese wohl ausreicht, um auch als Zwischenspeicher von mit Windkraft hersgestelltem Ökostrom dienen kann. Wenn nun ein Landwirt solch eine Windkraftanlage betreibt, und der Wind auch Nachts weht, wird dieser Strom dann nicht als Bandstrom / Niedertarif verkauft, sondern im Accuanhänger Zwischengelagert, und zu Hochstromtarifen ins Netz abgegeben. Alleine schon diese Differenzen im Tarifdschungel des Strommarktes wird wohl dazu beitragen, dass sich dadurch zumindestens die Unterhaltskosten damit amortisieren.

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TopAce888
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Re: Mähdrescher New Holland CR10.90 Revelation

Post by TopAce888 » Tue Aug 20, 2019 3:04 pm

HoT_San wrote:
Fri Aug 09, 2019 10:20 am
Das ist aber jetzt nicht dein ernst oder? :frown:
Er kanns aber noch besser: viewtopic.php?f=884&t=149030&start=1560#p1174581

DocDesastro
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Re: Mähdrescher New Holland CR10.90 Revelation

Post by DocDesastro » Tue Aug 20, 2019 6:18 pm

Wieso geht mir das Bild von einem Auto nicht aus dem Kopf, dem ein Tankwagen hinterherfährt, und beim fahren mit Benzin versorgt, weil man beim Auto vergessen hatte, einen Tank einzubauen (oder damit Gewicht sparen wollte, um das Gerät zu optimieren). Sicher, hinter dem Tanklaster müsste dann noch ein zweiter, der den ersten betankt...und sich selber, aber nur mit DEMETER-geerntetem Biodiesel, also im Vollmondschein mit einer Goldsichel entgegen der Erdrotation, aber nur, wenn Jupiter im 8. Hause des Wassermannst steht.

Ich schließe mich den Vorrednern an. Wenn das so leicht und einfach ist...wieso macht es keiner?

O Baude
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Re: Mähdrescher New Holland CR10.90 Revelation

Post by O Baude » Tue Aug 20, 2019 7:10 pm

@DocDesastro
Schreib doch hier mal deine Ideen ins Forum, wie du dir das Vorstellst, wie in der Landwirtschaft CO2 eingespart werden kann.
Oder wie man da die Elektrifizierung organisieren sollte, weil Diesel eben eine endliche Resource ist.
Hab leider noch kein einziger Beitrag dazu von dir darüber gelesen.
Und bitte schreib hier nicht, du gehörst zu den 1,5% die das Glauben, was Trump hier der Welt erzählt.

Und es würde mich auch interessieren, wie du die bestehenden Arbeitspätze in der AgriKultur Industrie sichern willst?
Dies im Wissen, ohne Ideen kein Fortschritt, da durch Ideenlosigkeit keine Subventionen in Forschung und Entwicklung fliessen.

Ich schreibe dies hier alles nur deshalb, weil ich auf stille Leser hoffe, die anderer Ansicht sind als du. :search:

Haagele
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Re: Mähdrescher New Holland CR10.90 Revelation

Post by Haagele » Tue Aug 20, 2019 7:37 pm

Ich wäre für Biodiesel... Flächen gibt es bei sinnvoller Nutzung auf der Erde genug um sowohl, Nachrungsproduktion, als auc hEnergiepflanzen und (Regen-)wald nebeneinander existieren zu lassen.

DocDesastro
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Re: Mähdrescher New Holland CR10.90 Revelation

Post by DocDesastro » Tue Aug 20, 2019 11:33 pm

Richtig. Biodiesel wäre eine Option, da CO2-neutral - braucht aber Anbaufläche. CO2 einsparen kann man schlecht, da momentan Alternativen zum Verbrennungsmotor fehlen - es sei denn ,wir wollen zurück zu Pflug und Pferd und Arbeitsplätze? Elektrifizierung ist kein Allheilmittel, weil die Energie muss irgendwie gewonnen werden. Wir wollen aber nun mal weg von Kohle und Atomstrom und Öl sollen wir auch nicht verbrennen, am besten schon gestern. Als Naturwissenschaftler kann ich da nur die Hände über den Kopf zusammenschlagen.
Was glaubt ihr denn, wie der ökologische Fingerabdruck von der Herstellung von Lithiummetall für die ganzen Akkus ausschaut? Und dass sich die Teile mit jedem Aufladen abnutzen und weniger Kapazität haben? Elektrizität hat den Vorteil, Energie zu Orten zu bringen, aber ist schlecht da drin, Orte zu bewegen, da ja auch die ganze Infra mitwandern muss. Und da sagt die Natur klipp und klar...willste mehr Arbeit verrichten, brauchste mehr Energie. Rabatt gbt es nicht.

Naja...von mit 100 Mann aus dem Dorf aufs Feld...das macht heute einer alleine. Das bringt die Industrialisierung mit sich, wo wir ja auch mittlerweile wieder raus sind. Werden ja immer mehr produzierende Jobs in Billgländer ausgelagert. CO2 könnte man anders in der Landwirtschaft einsparen, aber da ist der Verbraucher gefragt. Wein aus Kalifornien? Lieber von Mosel und Nahe. Walnüsse von dort? Nö, lieber aus Frankreich. Äpfel aus Chile? Nicht doch, lieber aus Hessen und Niedersachsen? Rindfleisch und Lamm aus Neuseeland? Wozu? Kann man das Vieh nicht auch hier grasen lassen und vor allem, die Produkte auch hier weiterverarbeiten? Warum muss ich eigentlich immer alles zu jeder Jahreszeit haben, auch wenn es nicht Saison hat?

DA liegt der Hund begraben. Für uns muss es immer der billige Jakob sein. Wir haben nicht begriffen, dass wir eigentlich leben wie die Fürsten und selbst Menschen, die damals als Unterschicht und arm gegolten haben und hart malochen mussten, heute in angenehmeren Jobs sitzen und ihr Geld für Luxus verprassen, da abgesehen von Miete Kleidung und Essen - selbst Dinge, die als exotisch galten - hier selbstverständlich immer vorhanden und spottbillig sind. Luxus, der damals nicht erschwinglich war und der Rest noch das kostete, wovon der lokale Produzent leben konnte. Globalisierung sorgt aber dafür, dass man bequem woanders wen ausnutzen kann und die Preise drücken kann. Und dieses Preisniveau kann man nur erreichen durch Ausbeutung und Umweltverschmutzung. Steuern kann das Ganze nur der Kunde, der entscheidet, wofür er sein Geld lässt. Aber wer verzichtet denn auf seine liebgewonnen Annehmlichkeiten? Mal kein Smartphone? Keine 2 Autos pro Familie? Weniger im Kleiderschrank oder Schuhschrank? Nicht 100+ Computerspiele bei Steam, dafür 50€ für das Kilo Rindfleisch, 2€ für den Liter Milch, 50 Cent pro Ei oder 70€ für ein Hemd oder 200€ für ein Paar (wohl maßgeschneiderten) Schuhe...nein, das will dann doch keiner. Was wäre DAS denn für eine Welt, in der in Deutschland auf einmal Landwirte, Schneider oder Schuhmacher existieren und Leben könnten und Lieschen Müller und Deutschlands Michel erkennt, dass die meisten doch nicht wohlhabend sind, da man ja alles zu Dumping-preisen kriegt, also sich der Illusion hergibt, es geht uns doch gut. Das schadet aber der Volkswirtschaft mittel bis langfristig. Immer mehr Leute leben von Transfer, das Geld konzentriert sich bei denen, die schon haben und investieren können. Aber im an-unserem-Ast-auf-dem-wir-sitzen-sägen sind wir doch ganz gut, oder?

Der CO2-Ausstoss der Landmaschinen erblasst im Vergleich zu den Emissionen von Frachtschiffen und Transport-LKWs, um besagte landwirtschaftliche Produkte zum Verbraucher zu bringen. Wahrscheinlich ist der Weg zu größeren Feldern und Equipment der Puls der Zeit - schlecht für Kleinbauern, aber in Bezug zu CO2 muss man sich auch fragen: Was verdreckt die Umwelt mehr? Das Schlachtschiff des Lohnunternehmers, das 100ha erntet oder 5 kleine Maschinen aus grauer Vorzeit die das gleiche machen? Sehen wir es realistisch. Es werden weniger Jobs in der Agrikultur, dafür steigt das Techniklevel. Mehr Automatismen, größere Felder, größere Maschinen. Und neue Arbeitsplätze für Landmaschinenmechatroniker, Treckerpiloten und Betriebswirten zu Lasten von (ungelernten) Erntehelfern und traditionellen Landwirten. Aber ich sehe das Hauptproblem wie gesagt, beim Verbraucher und bei den langen Transportwegen.
Last edited by DocDesastro on Wed Aug 21, 2019 10:48 am, edited 1 time in total.

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